Neustart für die Kirchenkreiskantorei

Nachricht Alfeld, 04. Juni 2013

Festliches Konzert mit Orchester am 9. Juni in der Alfelder St.-Nicolai-Kirche

Alfeld. Die Kirchenkreiskantorei Alfeld meldet sich nach langer Pause mit ihrem ersten großen Konzert zurück. Schubert, Vivaldi und Bach stehen auf dem Programm, wenn der Chor am Sonntag, 9. Juni, gemeinsam mit dem Orchester „La Rejouissance“ und SolistInnen einen festlichen Abend in der St.-Nicolai-Kirche gestaltet. Die Leitung hat die neue Kirchenkreiskantorin Christina Raschdorf.

Anderthalb Jahres war die Stelle der Kirchenkreiskantorin verwaist, ehe Christina Raschdorf im Herbst 2012 nach Alfeld kam. „Jetzt geht es erstmal darum, den Charakter der Kantorei zu festigen: Wer sind wir?“, so die 26-Jährige über ihre Startphase. Mit der Ökumenischen Stadtkantorei gebe es in Alfeld noch einen weiteren profilierten Kirchenchor, überhaupt besitze der Kirchenkreis viele gute Chöre. Umso wichtiger sei es, die eigenen Konturen zu schärfen: Wer Pläne schmieden will, wohin es geht, muss erstmal wissen, wo er steht.

Das Konzert am 9. Juni ist also ein erster Markstein, weitere sollen im ungefähr halbjährigen Abstand gesetzt werden. Anders als die Stadtkantorei wird die Kirchenkreiskantorei nicht regelmäßig in Gottesdiensten zu hören sein, sondern bei ausgewählten Anlässen singen. Die 50 Mitglieder kommen überwiegend aus Alfeld und den umliegenden Orten, aber auch aus Gronau, Wrisbergholzen oder Delligsen. Christina Raschdorf würde sich freuen, wenn noch mehr Sängerinnen und Sänger aus allen Teilen des Kirchenkreises dazu stießen, „um dem Namen auch wieder mehr Substanz zu geben“.

1981 hat Kornelis Bosman die Kirchenkreiskantorei ins Leben gerufen. Sein Ziel war, die Chorarbeit in der Region Alfeld auf ein höheres Niveau zu heben. Die Stammzelle war der Nicolai-Gemeindechor, der parallel weiter bestand und sich schließlich mit dem katholischen Chor zur Ökumenischen Stadtkantorei zusammenschloss. Der qualitative Ansatz der Kirchenkreiskantorei hat sich auch unter ihrem zweiten Leiter Benjamin Dippel und bis heute bei Christina Raschdorf erhalten. Die Kirchenmusikerin stellt allerdings klar, das es kein Leistungs-Ensemble sein soll: „Es ist immer noch ein kirchlicher Chor, in dem jeder mitsingen kann.“

Das Konzertprogramm sei mit seinen Anforderungen auf die Kantorei abgestimmt: Franz Schuberts 30-minütige G-Moll-Messe sei anspruchsvoll, aber gut zu bewältigen. Gleiches gelte für die Bach-Kantate „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Charlotte Diekmann (Sopran), Mareike Bielenberg (Sopran/Alt), Nils-Rune Kothen (Tenor), und Christoph Biermann (Bass) singen die Solopartien. Drei von Ihnen sind AbsolventInnen beziehungsweise Studierende der Musikhochschule Hannover – der Kontakt ist zustande gekommen, da es sich zum Teil um die Kinder von Kantorei-Mitgliedern handelt.

Persönliche Beziehungen waren auch bei der Orchestersuche hilfreich. „La Rejouissance“ kommt aus Detmold, wo Christina Raschdorf bis zum vorigen Sommer Kirchenmusik studiert hat. Das überwiegend mit Streichinstrumenten besetzte Ensemble wird auch ein Instrumentalstück beisteuern, Vivaldis Concerto in C-Dur für zwei Trompeten und Streichorchester.

Das Konzert am 9. Juni in St. Nicolai beginnt um 18 Uhr. Vorverkaufskarten für 15 und 10 Euro sind im Gemeindebüro von St. Nicolai am Mönchehof 2 erhältlich, montags, dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr, donnerstags von 16 bis 18 Uhr.