Überall die Wertschätzung der Kirchengemeinde gespürt

Nachricht Gronau, 10. November 2013

Überall die Wertschätzung der Kirchengemeinde gespürt

Gronau. „Die Visitation in Gronau hat richtig gut getan“, sagte Superintendent Christian Castel im Festgottesdienst zum Abschluss seines zehntägigen Besuches in der Gemeinde St. Matthäi. Während dieser Zeit besuchte er zahlreiche Gruppen und Gremien der Kirchengemeinde, aber auch Einrichtungen und Institutionen der Stadt, ging sogar mit beim Laternenumzug des evangelischen Kindergartens.

Es war ein volles Programm, und überall habe er die Wertschätzung der Gemeinde, ihrer Arbeit und ihres Personals gespürt, sagte der Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld. Die Kirchengemeinde St. Matthäi mache jeder Altersgruppe ein Angebot und sei gut vernetzt in der Stadt. „Lauter hervorragende Leute“ mit einer Liebe zum Evangelium hätten das gemeinsam erreicht. Nach den vielen Negativmeldungen über Scheinheiligkeit, Verschwendungssucht und Missbrauch in der Kirche, verursacht durch massive Fehlleistungen Einzelner, seien Begegnungen wie die in Gronau eine wohltuende Erfahrung, sagte der Superintendent.

St. Matthäi ist mit mehr als 3400 Mitgliedern eine große Gemeinde, die seit achteinhalb Jahren von dem Pastorenehepaar Susanne und Wolfgang Richter betreut wird, das sich eine Stelle teilt. Unterstützt werden sie von Pastorin Regina Rudolph, deren Viertelstelle durch Mittel des Wilhelm-Fricke-Fonds finanziert wird. Pastorin Rudolph besucht kranke und alte Menschen in der Gemeinde und kümmert sich vor allem um die SeniorInnenarbeit.

Die Gemeinde sei tatsächlich gut aufgestellt: „Wir haben viel Grund zur Freude“, sagt Pastorin Susanne Richter. Nun hat sich die Kirchengemeinde die Überholung und Reparatur ihrer Kirchenorgel, der größten Furtwängler-Orgel der Welt, zum Ziel gesetzt. Rund 100.000 Euro würden dafür benötigt, sagt die Pastorin. 6000 Euro seien bereits durch Einzelspenden zusammengekommen. Nun gelte es, weiter zu sammeln, Zuschüsse zu beantragen und Sponsoren zu finden.

Der Gottesdienst zum Abschluss der Visitation erhielt einen besonders festlichen Anstrich durch die Mitwirkung der St. Matthäi Kantorei unter Leitung von Gerlinde Lauckner sowie des Gospelchores Joy, geleitet von Pastor Wolfgang Richter. Pastor Richter taufte außerdem die kleine Lenia Förster, die neben Mama Jennifer und ihrem Bruder Leon auf dem Schoß von Papa Matthias Förster in der Kirchenbank saß und ihre Zustimmung zum Gottesdienst ab und zu mit einem fröhlichen Krähen kundtat.

Bei einem anschließenden Kirchenkaffee konnten Gemeindemitglieder mit dem Superintendenten ins Gespräch kommen.