Ephoralbericht von Katharina Henking und Christian Castel

Nachricht Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld, 18. März 2014

Superintentendin Katharina Henking aus Alfeld und Superintendent Christian Castel aus Elze haben beim Kirchenkreistag am 19. März 2014 im Hildesheimer Kirchenamt gemeinsam den Ephoralbericht vorgetragen. Hier der Wortlaut:

Katharina Henking:

Sehr geehrte Mitglieder des Kirchenkreistages, liebe Schwestern und Brüder,

Ja, das ist einmal im Jahr vor dem Kirchenkreistag ephorale Pflichtübung. . Wir kommen ihr gerne nach. gerne. Aber nicht strikt getrennt, sondern: im fröhlichen Wechsel.
Der Blick auf die Amtsbereiche ist dabei – aber auch der Blick auf das Ganze – auf die Querschnittsaufgaben, die wir beide Superintendenten im großen ganzen Kirchenkreis wahrnehmen – eben kreuz und quer, über die Grenzen der Amtsbereiche hinweg. Die Amtbereiche geben unserem Kirchenkreis eine klare Grundstruktur, wenn es um die ephoralen Zuständigkeiten geht. Ich finde, sie sind sinnvolle Einheiten im Blick auf Visitationen, Jahresgespräche. Ein Pastor muss wissen, wo er einen Urlaubsantrag stellt und an wen er sich im Glücks – und Konfliktfall wendet. Aber die Grenzen der Amtsbereiche sind nicht unüberwindlich – im Gegenteil. Denn wir machen mit der gemeinsamen Leitungsaufgabe der Doppelspitze im Gesamtkirchenkreis ernst.
Durch gemeinsame Präsenz in den Leitungsgremien. Und auch auf unseren großen Konferenzen, zu denen mittlerweile - wenn sie alle kommen- 72 Hauptamtliche gehören. Eine richtig große Dienstgemeinschaft,
die sich Schritt für Schritt immer mehr zusammenfindet und thematisch zusammen arbeitet. Zum Beispiel auf den mehrtägigen Konventen. Letztes Jahr im Thüringischen Bad Blankenburg, wo die Spuren der großen Flut noch sichtbar waren. Die Spaziergänge, die Abende bei gutem Wein, das gemeinsame Singen – das geht richtig gut - aber vor allem das gemeinsame Nachdenken und das miteinander Gottesdienstfeiern führt uns – das spüren wir – Schritt für Schritt aufeinander zu. Wir Superintendenten sind dafür dankbar und wirken nach Kräften an diesem Prozess des Zusammenwachens mit.
Mal gemeinsam, mal getrennt z.B. bei der Leitung der Amtsbereichskonferenzen, die ihrerseits ihren hohen Wert und Sinn haben.
Seit zwei einviertel Jahren sind wir nun als ephorales Team an der Arbeit. In vertrauensvoller Offenheit und manchmal auch schonungsloser Ehrlichkeit untereinander, wenn die gefordert ist. Die Doppelspitze hält was aus. Den Test haben wir schon hinter uns. Und bisher bestanden.

1.1 Aus den Amtsbereichen: Alfeld

Also, was hat sich getan im Rückblick auf das Jahr 2013 und den Anfang 2014. Ganz viel – vor allem aber eines: aus der neuen Superintendentin ist schlicht und einfach die Superintendentin geworden. Und das versuche ich zu sein und bin es gerne. Am liebsten ist mir dabei eine Pflicht: das Visitieren. Die Gemeinden, die Menschen, die Kirchen, die Orte – nehme ich mit ihren Spezialitäten und Herausforderungen intensiv, d. h. mit einem umfänglichen Programm wahr. Vielleicht ist diese Form der Visitation nicht ganz „en vogue“ - ein wenig altmodisch. Nun – ich habe mich bewusst dafür entschieden und finde es richtig gut und kollegial, dass wir Superintendenten an dieser Stelle uns nicht dem Zwang der unbedingten Gleichmacherei unterwerfen. Unterschiedliche Persönlichkeiten sind wir, dürfen wir sein. Eine Doppelspitze ist keine Zwangsjacke, sonst wird´s für beide zu eng. Freiheit muss sein- auch im ephoralen Amt.
Zurück zur Visitation. Für mich heißt das:
Auge und Ohr ganz weit auf – nicht in erster Linie, um selber zu Wort zu kommen, sondern um zu sehen, zu hören, auch auszuhalten, was da so an mich herangetragen wird. 2013 war das Jahr der Visitationen. Fünf an der Zahl – eine große Region darunter.
Das Kirchspiel Lamspringe, der Kirchengemeindeverband Ambergau, die Arbeitsgemeinschaft Bockenem – Königsdahlum, die Region Holle und last but not least die Friedensgemeinde im heimischen Alfeld.
Ein ehrgeiziges Vorhaben – intensive Wochen. Drei Visitationsberichte sind längst geschafft und haben ihre Adressaten erreicht. An den anderen beiden arbeite ich noch – und bitte auch an dieser Stelle um Nachsicht.

Sechs Erkenntnisse aus den Visitationen lassen Sie mich kurz bündeln.

1. Wir machen gute Arbeit und reden zu schlecht davon. Die schlechte Presse ist eins unserer größten Probleme. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass wir Ralf Neite haben. Der hilft uns „öffentlichkeitsmäßig“ auf die Sprünge. Viele Gemeindebriefe sind richtig ansprechend – andere können es noch werden.

2. Wir haben gute Leute. Die Frauen und Männer in unseren Kirchen - Kapellenvorständen und Verbänden leisten viel. Und sie sind selbstbewusster geworden. Die Entscheidung des Kirchenvorstandes Coppengrave, auf die Kapellengemeinde Ith Weenzer – Bruch zu zugehen, ist ein gutes Beispiel dafür.

Unsere Hauptamtlichen machen gute Arbeit. Bringen ihre Gaben ein und das Evangelium unter die Leute – in allen Lebenslagen. Sind verlässlich da. Ansprechbar. Präsent. Bieten der Gemeinde geistlich und theologisch „Futter“. Von allen fünf Visitationspredigten - so unterschiedlich sie waren – kann ich das sagen.
In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig, meiner Freude darüber Auskunft zu geben, dass alle Diakonen – und Pfarrstellen im Amtsbereich Alfeld besetzt sind. Nach langer Suche haben wir im Sommer letzten Jahres Anja Marquardt als Regionaldiakonin für Alfeld gewinnen können. Erste Früchte ihrer Arbeit zeigen sich schon: z.B. im Zusammenspiel auf dem Feld „Kirche und Schule“ mit unserer Kreiskantorin.
Ende September letzten Jahres haben wir in Hackenstedt kurz nach der Visitation einen bewegenden Abschied vom Pastorenehepaar Mingo Albrecht und Matthias Spiegel-Albrecht erlebt. Eine Woche später schon wurde Hanna Wagner zur Pastorin in Heersum ordiniert. Sie nimmt nach der Geburt ihres Sohnes und der Elternzeit Ende Mai ihren Dienst in der Region Holle wieder auf.
In diesen Monaten unterstützt dort der Pastor der Landeskirche Lothar Podszus. P. Wiegandt sei Dank für die Übernahme der Funktion des offiziellen Vakanzvertreters.
Ja, und dann folgte die nächste, gute Nachricht auf dem Fuße: Nach einem Jahr Vakanz und der Verabschiedung von Pastor Thomas Just in den Ruhestand fand sich nun auf der neugebildeten Pfarrstelle Brunkensen – Hoyershausen - jetzt eben mit Marienhagen, Limmer und Dehnsen - ein neuer Pastor. Im Januar wurde in Brunkensen Steffen Voß zum Pastor ordiniert und ist mit seiner jungen Familie ins so schön renovierte Pfarrhaus eingezogen. Hier sei allen Helfern in der Vakanzzeit,vor allem Pastor Schlimme, Pastor Argow, Pastor i. R. Just und besonders auch den ehrenamtlichen Lektoren und Prädikant/Innen für ihre Dienste gedankt. Und last but not least dem unermüdlichen Bernd Sürig, der sich vor allem um die so gelungenen Renovierung des Pfarrhauses in Brunkensen hoch verdient gemacht hat.
Nun wird es die größte Aufgabe sein, die Menschen der verschiedenen Kirchengemeinden unter dem Dach des zuständigen Pfarramtes zusammenzuführen und darauf zu achten, dass jede Kirche und Kapelle im vernünftigen Maß zu ihrem Recht kommt. Ich bin mir sicher. P. Voß wird sich dieser Herausforderung stellen – aber er braucht dazu auch die Unterstützung aller, die guten Willens sind.

3. Wir dürfen uns nicht aus der Kindergottesdienstarbeit verabschieden. Das dräuende Szenario vom demografischen Wandel, der natürlich längst spürbar ist, von zurückgehenden Kinderzahlen und den Orten ohne Bobbycars lähmt uns schon jetzt. Auch dort, wo die Kinder noch ganz da sind. In unseren evangelischen Kitas zum Beispiel.
Immer noch eine wunderbare Ressource für das Gemeindeleben.
In Lamspringe ist hier der Krabbelgottesdienst entstanden.
In Bockenem ist nach dem gelungenen Umbau der Bär los – und die Kinder singen, was das Zeug hält.
Im gerade frisch getauften Spielkreis St. Katharinen Hary spielt der Pastor Gitarre und mehr. In der Kita Holle tobt das Leben und glänzt die Krippe mit schönen Räumen. Und vor der Krippe in Grasdorf antwortet mir ein kleiner Junge, den ich nach der direkt gegenüber liegenden Kirche frage wie aus der Pistole geschossen: „Vater unser im Himmel“. Kann mir keiner erzählen, dass solche Kinder keinen Kindergottesdienst brauchen. Es kommt allerdings auf das Format und die Liebe zur Gestaltung an.

4. Die Vernetzung Kirche – Kommune läuft vielerorts vorbildlich. Selbstverständlich nehmen sich die Bürgermeister und Ortsbürgermeisterinnen richtig Zeit für Gespräche im Rahmen der Visitation. Und dann spürt man, dass das jetzt keine Eintagsfliege ist.
Es gibt gute Kommunikation mit Kirche vor Ort. Und manches auch auszuhandeln. Vor allem aber ähnliche Probleme und Druckepunkte.

5. Die Abende und Nachmittage mit den Ehrenamtlichen lassen mich jedes dankbar staunen.
Und da sind durchaus die Generationen querbeet vertreten.
Und – die engagierten Frauen mögen das jetzt nicht falsch verstehen - auch Männer sind dabei. Da tut sich was. Ein Pool von jungen Senioren, die sich nach dem Ruhestand nun gerne aktiv einbringen, wächst uns zu.

6. Unsere Kirchen sind unsere größten Schätze. Da tut sich viel.
Etliche Kirchen - große und kleine - mit Gerüsten – am Turm – am Schiff – oder wie die ehrwürdige in Bockenem: eine Großbaustelle im Inneren. Wenn wir St. Pankratius Ende April wieder einweihen, gewinnen wir eine Perle mit großer Strahlkraft. Die sollten wir nutzen. Wir haben bei Kirche noch immer die schönsten Räume und die besten Geschichten.

Sechs Erkenntnisse und dazu zwei Herausforderungen ganz unterschiedlicher Art – aber beide exemplarisch dafür, dass Kirche immer Kirche mitten in der Welt ist, mitten in der Politik, dem rauen Wind der öffentlichen Meinung ausgesetzt. Rauer Wind ist das Stichwort: die Diskussion um die geplanten Windräder bei Eberholzen und die Rolle der Kirchengemeinde in dieser emotional aufgeladenen Situation, in der leider die Polemik stärker ist als die Sachlichkeit, hat auch die Superintendentin in den letzten Wochen heftig beschäftigt und tut es noch. Im Bereich Eberholzen wurde nun immer wieder die Einberufung einer Gemeindeversammlung eingefordert. In der Tat sieht dies die Kirchengemeindeordnung als eine Pflichtübung vor: § 52, Abs. 6: „Der Kirchenvorstand hat der Kirchengemeinde über seine Tätigkeit in geeigneter Weise regelmäßig zu berichten. Einmal jährlich hat er hierfür eine Gemeindeversammlung einzuberufen. „ Nach meiner Wahrnehmung wird diese konsequente Handhabung nur in wenigen Gemeinden regelmäßig in die Tat umgesetzt. Wenn nichts Aufregendes ansteht – so die Erfahrung- fehlt meist an den Gemeindeversammlungen das durchschlagende Interesse. Deshalb ist die Praxis vielerorts eingeschlafen. Ich wünschte mir jedoch, dass wir diese an sich sinnvolle Einrichtung der jährlichen Gemeindeversammlung aufnehmen. Es ist nicht gut, wenn man uns im Konfliktfall sozusagen von außen unsere eigene KGO um die Ohren geschlagen wird.

Kirche ist immer Kirche mitten in der Welt und in dieser Welt geht es nicht gerecht und gut zu. Deshalb sind Menschen auf der Flucht und kommen auch zu uns. Im Amtsbereich Alfeld ist dies in Bockenem, Bad Salzdetfurth und Lamspringe besonders deutlich. Ich empfinde Hochachtung vor dem vorbildlichen Engagement in diesen Kirchengemeinden, die sich gleich aufgemacht haben, Kontakte hergestellt haben, Begegnungen ermöglichen, konkrete Hilfestellungen geben – von der Kleiderkammer bis zur Begleitung bei Arztbesuchen und im intensiven Einzelkontakt.
Das alles hilft, Fremdheit und Vorurteile zu überwinden. Öffnet aber eben auch die Augen und Herzen für die Schicksale der Menschen, die alles gewagt haben, um menschenunwürdigen Verhältnissen zu entfliehen und die nun hier sind – gezeichnet an Leib und Seele.
Der Bockenemer Pastor sagt das so: „Sie sind mir vor die Füße gefallen“.

1.2 Aus den Amtsbereichen: Elze

Christian Castel:

Nun also in den anderen Amtsbezirk: Dass dieser durch die Kirchenkreisfusion und die Einführung der Doppelspitze kleiner geworden ist, merke ich an manchen Stellen wohltuend. Und ich denke, dass von dieser Entlastung auch in den Gemeinden etwas ankommt. Zu nennen wären hier:
• regelmäßige Besuche (zweimal im Jahr) in den drei Regionalkonferenzen des Amtsbezirkes,
• verbesserte Kommunikation zwischen dem Ephoralbüro und den Pfarrämtern,
• zeitnahe Reaktionen auf E-Mails,
• eine konsequentere Beachtung dienstlicher und persönlicher Jubiläen und Geburtstage,
• persönlich formulierte Weihnachtsgrüße,
• erweiterte Spielräume, um Einladungen aus den Gemeinden wahrnehmen zu können.

Natürlich wurde seit dem letzten Ephoralbericht auch im Amtsbezirk Elze visitiert und zwar in der Region Söhlde-Hoheneggelsen, sowie die Gemeinden in Gronau und Banteln. Von diesen Visitationen habe ich weit überwiegend sehr positive Eindrücke mitgebracht. Eine große Bandbreite an gemeindlichen Angeboten, viel Engagement und Kompetenz bei Haupt- Neben- und Ehrenamtlichen, gute Verbindungen und Vernetzungen in die kommunalen und Vereinsebenen und in der Summe als Ergebnis ein lebendiges und vielseitiges Gemeindeleben.

Drei Punkte möchte ich besonders erwähnen:

Beeindruckt hat mich die Jugendarbeit in der Kirchenregion Söhlde: Nicht nur, dass sich dort an einem Freitagabend ca. zwanzig Jugendliche des MAK versammelt haben, um in der alten Wehrkirche eine selbst gestaltete Andacht zu feiern und sich anschließend mit Texten aus der Ur- und Vätergeschichte des Alten Testaments intensiv zu beschäftigen (und das mit spürbarer Freude an der Sache), am nächsten Morgen waren dieselben Jugendlichen als Teamer beim K.U. - Block wieder aktiv. Ich gestehe, das hat mich nachhaltig beeindruckt. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass auch an anderen Orten unseres Kirchenkreises gute Jugendarbeit stattfindet, die es ebenso verdient hätte hier erwähnt zu werden. Davon konnte ich mich überzeugen, als ich nach den großen Ferien am sogenannten "Thank you -day" des Kirchkreisjugenddienstes in Elze teilgenommen habe und bei dieser Gelegenheit ca. 15 Absolventen der Juleika (Jugendleiterkarte) in ihre neue Funktion einführen durfte.

Und so kommt das zweite Beispiel auch aus der Jugendarbeit: Aus der Fülle der guten Eindrücke, die ich während der Visitation der Kirchengemeinde in Gronau gewinnen konnte, möchte ich besonders das Schulseelsorgeprojekt herausgreifen. Seit zwei Jahren kümmert sich Diakonin Anne Basedau im Rahmen einer Projektstelle um diese Aufgabe. An der Nahtstelle zwischen Schule und Gemeinde ist sie je zur Hälfte in diesen Bereichen tätig und macht dort eine wichtige und hervorragende Arbeit, die beiden Seiten - Schule und Gemeinde, vor allem aber den Schülerinnen und Schülern - sehr zugute kommt.
Die ganze Sache hat nur einen Fehler: es handelt sich wie gesagt um eine befristete Projektstelle. Doch schon jetzt (etwa auf halber Strecke) sagen alle Beteiligten dass es ein großer Fehler und eine Dummheit wäre, diese Arbeit nach Ablauf der entsprechenden Frist nicht fortzuführen. Ohne es in dieser Klarheit vorher erkennen zu können, hat sich hier kirchliche Jugendarbeit genau am richtigen Ort etabliert, ein Ort, den wir nach meiner Überzeugung mit Auslaufen des Projektes nicht wieder aufgeben dürfen. Wie das jedoch gehen kann und soll, darüber wird in den nächsten Monaten noch viel nachzudenken und zu verhandeln sein.

Und schließlich noch einige Sätze zur Visitation in der Kirchengemeinde Banteln: Wer einmal beobachten möchte, wie eine Gemeinde binnen zwei Jahren aus einem Dornröschenschlaf erwacht und sich auf den Weg zu einer lebendigen Gemeinschaft macht, der hätte mich auf dieser Visitation begleiten müssen. Es war, als wäre seit der letzten Visitation ein milder Frühlingshauch durch diese Gemeinde gezogen. Nun wird es darauf ankommen, die erreichten Fortschritte weiter zu entwickeln, nicht zuletzt weil Pastorin Schiermeyer, die daran entscheidenden Anteil hatte, Banteln im Mai leider schon wieder verlassen wird.

Dies ist nicht die einzige personelle Veränderung, die es seit dem letzten Ephoralbericht im Amtsbezirk Elze gegeben hat:
Diakonin Vera Bäßmann, die lange Jahre in Coppenbrügge und am Ith mit viel Herzblut und großer Wirkung tätig war, hat unseren Kirchenkreis verlassen und eine Anstellung auf der Insel Usedom angetreten. Bislang ist eine Wiederbesetzung der Stelle nicht gelungen, was nicht zuletzt an der vorgenommenen Befristung liegen dürfte. Erst jetzt (ganz aktuell) zeichnet sich hier die Möglichkeit ab, diese Stelle doch wieder neu besetzen zu können.

Vor allem die Region Saaletal ist von Personalveränderungen betroffen gewesen. So verließ Pastor Christoph Siedersleben seine Stelle im Kirchspiel Wallensen und ging als Gefängnispfarrer an die JVU nach Uelzen. Damit gab er dem Kirchenkreis die Gelegenheit, die genehmigte Stellenplanung nun auch umzusetzen. Während Marienhagen und Ith Weenzer Bruch dem Bereich Coppengrave und Brunkensen zugeordnet wurden - also den Amtsbezirk gewechselt haben - werden die Gemeinden Wallensen, Thüste, Ockensen und Levedagsen nun durch die Region Saaletal mit betreut. Dass dieser Schritt insbesondere für die traditionsreiche Kirchengemeinde Wallensen sehr schwer war, ist bei der Verabschiedung von Pastor Siedersleben noch einmal sehr deutlich geworden und soll auch hier gewürdigt werden.
Des weiteren ist Pastor Wim Meisner nach über 30 Jahren im Kirchenkreis vergangenes Jahr in den Ruhestand getreten. Hier gab es die Möglichkeit, die Stelle in Oldendorf mit einem Pastor im Probedienst neu zu besetzen, so dass es für die Gemeinde praktisch zu keiner Vakanzzeit kam. Dafür gab es ein Kuriosum: als Tetje Limmer in Oldendorf schon zum Pastor ordiniert wurde, befand sich Wim Meißner noch im Dienst,.

Und schließlich hat auch Pastorin Marita Meixner nach über 20 Jahren in Elze den Kirchenkreis verlassen und eine Stelle im Kirchenkreis Rotenburg Wümme angetreten. Hier ist das Besetzungsverfahren gerade in der entscheidenden Phase, so dass eine Wiederbesetzung der Stelle nach den Sommerferien zu erwarten ist.

2. Von den Amtsbereichen zu den Querschnittsaufgaben

Katharina Henking:

Hier stehen für mich die Kindertagesstätten in Trägerschaft unseres Kirchenkreises an erster Stelle. 20 Einrichtungen gehören mittlerweile dazu. Eine große Verantwortung, die wir im Geschäftsführenden Ausschuss miteinander tragen – nicht nur finanzieller Natur. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Dankbar bin ich für die gute Zusammenarbeit mit unserer Pädagogischen Leitung und der Betriebswirtschaftlichen Leitung, die hier im Amt angesiedelt ist.
Mit Sabine Schommartz und Michael Kählke, der uns ja nun leider Richtung Wolfsburg verlassen hat, sind wir drei ein gutes Team geworden. Nun bin ich aber zuversichtlich, dass sich auch Pia Zellmer, die den Bereich längst kennt, zügig in diese Funktion einarbeiten wird. Die Sitzungen im Geschäftsführenden Ausschuss sind höchst konstruktiv – sie leben vom Engagement der Mitglieder und – wie alle Gremien - von der guten Vor – und Nachbereitung.
Um die Kenntnis und die Nähe zu unseren Einrichtungen herzustellen und nicht gleichsam am Grünen Tisch zu entscheiden, tagen wir seit diesem Jahr stets in einer anderen Kita – lassen uns vor der Sitzung die Einrichtung zeigen und sprechen mit der Leitung.
Ebenso wie unseren Kirchenkreispilot Doppelspitze lassen wir auch unser neues Kita – Trägerschaftsmodell evaluieren. Der November - Workshop – gemeinsam mit den Leitungen und Verantwortlichen im Kirchenkreis Hildesheim – Sarstedt hat erste, wichtige Erkenntnisse gebracht, nach denen wir die Praxis nachbessern. Grundsätzlich aber ist bei diesem Workshop deutlich geworden, dass das Trägerschaftsmodell nicht in Frage gestellt wird, die Leiterinnen im Gegenteile manche Forschritte in Richtung Qualitätsverbesserung erkennen.
Seit Januar 2013 nehme ich die Funktion der Geschäftsführenden Superintendentin im Kirchenkreis wahr, mit der der Vorsitz im Kirchenkreisvorstand verbunden ist. Hier bin ich dankbar für eine offene und vertrauensvolle Gesprächskultur und für Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die nicht mehr in alten Kirchenkreisgrenzen denken, sondern längst und beherzt Verantwortung für das große Ganze übernommen haben.
Die Sitzungsleitung teilen wir beiden Superintendenten uns – abhängig von den jeweiligen Amtsbereichen bzw. Querschnittsaufgaben, die die einzelnen Tagesordnungspunkte betreffen. Das geht im fröhlichen Wechsel hin und her und unsere Leute machen das ohne Stöhnen mit. Vielleicht ist es auch ganz belebend, wenn die Stimme und der Stil mal zwischendurch wechseln.
Das könnte eine kleine, positive Auswirkung der Doppelspitze sein, die unser Kirchenkreismodell auszeichnet. Dass auch wir evaluiert werden, hat sich herumgesprochen. Dr. Oliver Bierhoff, der unter anderem an der Uni Hildesheim einen Lehrauftrag für Organisationsentwicklung hat, begleitet uns mit Coachings und hat gerade letztes Wochenende an unserer KKV – Klausurtagung teilgenommen, um Einzelgespräche zu führen.
In diesen Tagen kommt der Zwischenbericht der Evaluation zu Papier – eine erste Einschätzung wird darin vorgenommen. Die Landeskirche zeigt sich interessiert Stand der Dinge und wir spüren auch deutlich das wachsende Interesse in der Weite bei den Kollegen Superintendenten. So hatte uns im Spätsommer der Kirchenkreis Ronnenberg zu einem intensiven Gespräch gebeten. Überall da, wo Kirchenkreise fusionieren und die Bereiche für eine Superintendentur schlicht zu groß werden, wird das Modell der ephoralen Doppelspitze attraktiv.

Christian Castel:

Ich gestehe, die Querschnittaufgabe, die mich am meisten in Atem hält, ist die des Vorsitzenden des Kirchenkreisverbandsvorstandes.
Das Ausscheiden unseres langjährigen Amtsleiters Klaus Kastmann, den wir vor etwa einem Jahr verabschiedet haben, hat den erwarteten Einschnitt vor allem auch für unseren Kirchenkreis mit sich gebracht.
Bisher ist es noch nicht gelungen, die Amtsleiterstelle wieder neu zu besetzen. Seit dem 1. Juni 2013 nimmt Frau Stepper diese Funktion nun kommissarisch wahr - und sie hat sich in schwierigen Zeiten bislang sehr bewährt.
In diesen Tagen läuft die erneute Ausschreibung der Amtsleiterstelle. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April. Danach werden die Bewerbungsgespräche zu führen sein und wir hoffen zuversichtlich, die Stelle spätestens nach den Sommerferien endlich wieder besetzen zu können. Nach meinem Eindruck ist es vor allem auch für das innerbetriebliche Klima im Amt gut, wenn die Situation der Vorläufigkeit, die im Augenblick noch über vielem schwebt ein Ende findet, und wieder klare und stabile Zuständigkeiten herrschen.

Wenn starke und über lange Zeit prägende Persönlichkeiten von Bord gehen (und das gilt für Herrn Kastmann ganz ohne jede Frage), dann ist es normal, dass darauf eine Phase der Neuausrichtung und Neuordnung folgt. Ansichten, Wünsche und Forderungen, die lange Zeit nicht zum Zuge kamen, melden sich um so vehementer zu Wort. Es ist eine Zeit, in der es zu prüfen gilt, was man so belassen möchte, wie es war und wo man Veränderungen oder Korrekturen vornehmen will, manchmal sicher auch muss. Wie immer in solchen Fällen, gibt es dann Anhänger des "Status quo", die daran interessiert sind, dass sich möglichst wenig - am liebsten gar nichts ändert, und es gibt andere, die mit großer Ungeduld am liebsten alles sofort umkrempeln möchten. Zwischen diesen beiden Extremen, den richtigen Kurs zu finden, ist nicht immer ganz einfach und geht wohl unvermeidlich mit Enttäuschungen und Sympathie-verlusten bei den Anhängern auf beiden Seiten einher. Und doch ist es nötig, einen solchen Kurs zu finden, damit möglichst viele mitgehen können, und es nach Möglichkeit keine Verlierer und Gewinner gibt.

Um einen solchen Kurs steuern zu können ist eines allerdings unverzichtbar - und das ist Vertrauen. Nur wenn spürbar ist, dass die Menschen in den Gemeinden uns auf diesem Weg Vertrauen entgegenbringen, kann dieser Weg auch gelingen. Darum reagiere ich so empfindlich, wenn genau dieses hohe Gut (die Glaubwürdigkeit unseres Kirchenkreises) systematisch beschädigt und in Frage gestellt wird. Nach dem Motto: Dem Kirchenkreis ist ohnehin nicht zu trauen. Er hat euch, die Gemeinden, immer wieder schlecht behandelt, jetzt nehmt die Sache doch einfach mal selbst in die Hand und sorgt für euch, denn der Kirchenkreis tut es ja am Ende doch wieder nicht.
Wenn solches Denken Schule macht, dann sind den gemeindlichen Egoismen Tür und Tor geöffnet. Damit würde das Ende eingeläutet für den Kirchenkreis als Solidargemeinschaft und als die Ebene, die aus übergeordneter Perspektive für eine angemessene Steuerung und eine gerechte Verteilung der knappen Mittel sorgen kann.

Dass es dabei in der Vergangenheit auch Fehler (vielleicht sogar die ein oder andere Fehlentwicklung) gegeben haben mag, das sei unbestritten. Aber längst sind wir dabei, Veränderungen vorzunehmen. Die letzten Kirchenkreistage haben gezeigt, dass wir uns um Transparenz und Dialog bemühen - bei den Rücklagen, bei der Doppik, in der Stellenplanung. Vieles hat sich im Verlauf des zurückliegenden Jahres bereits verändert aber noch sind wir nicht fertig, sondern mittendrin. Vertrauen Sie den Gremien und Ausschüssen, denen Sie selbst das Mandat dazu gegeben haben, vertrauen Sie uns als leitender Doppelspitze, dass wir zu erst und vor allem das Wohl unserer Gemeinden im Blick haben und trauen Sie unserer Verwaltung zu, dass sie nach Überstehen einer Schwierigen Phase am Ende den Gemeinden in allen Bereichen wieder den Service bieten werden, den sie für ihre Arbeit brauchen.

Ich komme zum Bereich der Diakonie:

Die Zusammenführung der Diakonie auf Verbandsebene erweist sich nach meiner Überzeugung immer mehr als eine Erfolgsgeschichte. Regelmäßige Kontakte und Gespräche mit dem Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Matthias Böning, mit dem Diakoniepastor Ralph-Ruprecht Bartels und Superintendent Aßmann vom Nachbarkirchenkreis, aber auch mit dem Geschäftsführer der Caritas Herr Coughlan und Stadtdechant Voges von der katholischen Seite, sorgen dafür, dass die kirchlichen Aktivitäten im sozialdiakonischen Bereich gut aufeinander abgestimmt sind und Kirche konfessionsübergreifend in vielen sozialen Fragen mit einer Stimme spricht. So hatten wir im Vorfeld der Bundestagswahl die Kandidaten zu einer öffentlichen Diskussion in die Fußgängerzone eingeladen. Bei dieser Gelegenheit überreichten wir ihnen einen Kuchen, bei dem ein Stück fehlte. Damit verbunden war die Aufforderung, nach der Wahl dafür zu sorgen, dass alle - auch die Sozialschwachen - ein Stück vom gesamtgesellschaftlichen Kuchen abbekommen.

Aber auch für die Beratungsarbeit hat sich der Zusammenschluss auf Verbandsebene mehr als bewährt. Dadurch sind wir in der Lage, in Stadt und Landkreis ein Beratungsangebot vorzuhalten, das die Kirchenkreise je für sich nicht hätten anbieten können.
Sehr froh bin ich auch darüber, dass wir (nach entsprechender Beschlussfassung durch dieses Gremium) die Bildung des Diakonieausschusses auf Verbandsebene realisieren konnten. Der Ausschuss hat (ebenso wie die Diakonieräume) die Arbeit aufgenommen, so dass nun eine Verbindung der gemeindlichen zur Einrichtungsdiakonie gegeben ist.

Da der Kirchenkreis der größter Gesellschafter der Diakoniestation Hildesheimer Land ist, und aus diesem Grund der Vorsitz der Gesellschafterversammlung zu meinen Querschnittaufgaben gehört, will ich auch dazu kurz berichten:
Wer aufmerksam die Berichterstattung zum Thema "Pflege" verfolgt, den kann nicht überraschen, dass die Rahmenbedingungen auf dem Pflegemarkt ausgesprochen schwierig geworden sind. Davon zeugt die Aktion "Pflege am Boden" bei der sich Pflegekräfte regelmäßig auf den Boden der Hildesheimer Fußgängerzone legen, um auf diese Weise gegen die Rahmenbedingungen in der Pflege zu demonstrieren ebenso, wie Meldungen über Lohneinbußen für Pflegekräfte bei der Caritas, oder der Abschluss von Einzelverträgen im Johanniter Krankenhaus Gronau.
Bislang hat sich die Diakoniestation Hildesheimer Land in diesem Umfeld noch sehr beachtlich geschlagen. So gehörte sie im Geschäftsjahr 2012 zu den wenigen Stationen im Bereich der Landeskirche, die schwarze Zahlen schreiben konnten. Das ist allerdings im Geschäftsjahr 2013 schon nicht mehr in gleicher Weise gelungen.
Um auch zukünftig als kirchlicher Anbieter, der seinen Mitarbeitern faire und angemessene Löhne zahlen will, auf diesem Markt bestehen zu können, sind eine konsequente Tourenplanung, ein effizienter Personaleinsatz und eine straffe Organisationsstruktur (besonders im Bereich der Leitung und der Teamleitungen) unverzichtbar. Dazu gehört auch die konsequente Überwachung der Tourenpläne und Zeitvorgaben - das sogenannte "Controlling". All das hat mit den früheren Idealen christlicher Pflege, die durch den Einsatz von Gemeindeschwestern verkörpert wurden, nur noch wenig zu tun. Gerade für kirchliche Anbieter ist es schwer auszuhalten, die eigenen Pflegekräfte dazu anhalten zu müssen, sich auf die abrechenbaren Leistungen zu konzentrieren und darauf hinzuweisen, dass die kurze Unterhaltung am Küchentisch, der tröstende Zuspruch (eigentlich wichtige Zeichen menschlicher Nähe) eben nicht abrechenbar sind. Dies ist besonders für die verantwortlichen Leitungskräfte belastend, die damit oft gegen ihre eigenen inneren Überzeugungen verstoßen müssen.
Dies war der Hintergrund für die nicht leichte Entscheidung der Gesellschafter-versammlung, sich zum 31. Dezember 2013 von der langjährigen Leiterin und Gründerin der Station Frau Lore Folz zu trennen. Es liegt mir sehr daran, zu betonen, dass diese Entscheidung die hohen Verdienste, die sich Frau Folz beim Aufbau und der jahrelangen Leitung der Station erworben hat, in gar keiner Weise in Frage stellt.
An ihre Stelle tritt Frau Anneliese Heidrich, die bislang stellvertretende Leiterin der Station war und diese Leitungsfunktion bereits seit Juni 2013 kommissarisch wahrgenommen hat. Frau Heidrich wird am 2. April um 15.00 Uhr in einer Feierstunde im Gemeindehaus in Bockenem in ihre Funktion eingeführt.

Zum Schluss noch ein kurzes Wort zur Synode: Ich danke allen, die den Kandidaten aus unserem Kirchenkreis bei der Wahl zur 25. Landessynode ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich denke, unser Kirchenkreis ist mit zwei Vertretern (Bernd Rossi und mir) gut in der Synode vertreten. Noch hat die neue Synode die inhaltliche Arbeit nicht aufgenommen, das wird dann in der zweiten Tagung im Juni geschehen. In der ersten Tagung ging es vor allem um die Bildung und Besetzung der Gremien und Ausschüsse. Bernd Rossi arbeitet wieder im Jugendausschuss und neu im Schwerpunkteausschuss mit, ich gehöre dem Ausschuss für Mitarbeit in der Kirche und dem Landessynodalausschuss an - neben Bischofsrat und Senat eines der leitenden Gremien unserer Landeskirche.

3. Unsere Perspektiven

Katharina Henking:

Die Stärkung des Profils eines zukunftsfähigen, familienfreundlichen Kirchenkreises ist unser gemeinsames Anliegen. Alle Pfarr- und Diakonenstellen im Amtsbereich Alfeld konnten mittlerweile besetzt werden. Mit erfahrenen und mit jungen Leuten. Das hoffen wir auch in Bälde vom Amtsbereich Elze sagen zu können. Denn diese Mischung macht`s. Man muss in unserem Kirchenkreis auch mal eine Elternzeit – oder eine andere Auszeit nehmen können – ohne schlechtes Gewissen. Dazu müssen wir auch in Zukunft personell gut aufgestellt sein. Wir sind das zur Zeit. Das soll aber auch noch eine Weile so bleiben. Deshalb hat der Kirchenkreisvorstand die Mittel aus dem Strukuranpassungsfond II für die Errichtung einer Springerstelle im Kirchenkreis bei der Landeskirche beantragt.

Christian Castel:

Das Jubiläum 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 rückt näher. Überlegungen und Planungen, wie dieses Jahr in unserem Kirchenkreis gestaltet werden kann und soll, sind jetzt anzustellen. Sowohl der KKV als auch die KK-Konferenz werden sich damit in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen. In Vorbereitung auf dieses Jubiläum hat die EKD ja Jahresthemen vorgeschlagen - so in diesem Jahr das Thema "Reformation und Politik". Im kommenden Jahr lautet das Thema dann "Reformation und Kunst". Im Rahmen dieses Jahres verfolge ich die Idee, eine Ausstellung mit Künstler/innen aus dem Bereich unseres Kirchenkreises vorzubereiten, die möglicherweise an zwei bis drei Standorten gezeigt werden könnte. Begleitend zu dieser Ausstellung sind auch Vortragsveranstaltungen über das Verhältnis von Kunst und Christentum vorstellbar.
Hinweisen möchte ich aus diesem Anlass auch schon auf die Durchführung der Veranstaltung "Chöre auf dem Königsweg", die im Juni 2015 mit einem Treffen der Chöre und Posaunenchöre in Elze stattfinden wird und auch schon im Zeichen des Reformationsjubiläums steht.

Katharina Henking

Neben allen Geschäftigkeiten und operativen Aufgaben braucht eine Superintendentin auch ein geistliches und kreatives Projekt. In Nicolai Alfeld ist dies mit dem Reformationstag und der Veranstaltung „Kultur in der Suptur“ verbunden. Im Kirchenkreis soll es nun mit den Engeln zu gehen. Genauer mit den Taufengeln, die hier bei uns ja wirklich gehäuft, um nicht zu sagen: geballt auftreten. Die haben es mir und anderen angetan. Das Projekt ist der Gärung. Vielleicht tut es ja auch unserem Kirchenkreis geistlich gut. Einen Namen hat es schon: 19 Engel und ein Flügel. Gemeinsam mit der Kirchenkreiskantorei und Kreiskantorin Christina Raschdorf ist im Herbst der erste „Lockruf der Engel“ geplant.


4. Dank

Das ephorale Team ist sich nicht selbst genug. Leitung gelingt nur in guter Kommunikation mit den an der Verantwortung Beteiligten.
Deshalb möchten wir Danke sagen; zu allererst dem Vorsitzenden des Kirchenkreistags, Christoph Bauch, der sich immer wieder Zeit nimmt, regelmäßig mit uns im Rahmen unserer Doppelspitzentreffen ins Gespräch zu kommen. Dies gilt ebenso für unseren Öffentlichkeitsbeauftragten Ralf Neite.

Christian Castel:

Danken möchten wir auch den Mitarbeitenden und Fachbereichsleitern im Kirchenamt, die in schwieriger Situation hohe Belastungen aushalten müssen.
Besonders gilt dieser Dank Frau Stepper für die kommissarische Leitung des Amtes seit Juni vergangenen Jahres und für eine zuverlässige und kompetente Vorbereitung und Begleitung des Verbandsvorstandes.

Katharina Henking:

An meiner Seite ist es Helmut Jost, der die Leitungsgremien des
Kirchenkreises verantwortlich mit großem Sachverstand und Erfahrung
begleitet. Ihm gilt mein persönlicher Dank.
Unser Dank gilt ebenso den Kolleginnen und Kollegen in den Vorbereitungsteams der Kirchenkreiskonferenzen – groß und klein.
Danke für alles konstruktive Mitdenken, für inhaltliche und kreative Impulse.
Besonderer Dank unseren Stellvertretern im Aufsichtsamt. Für tatkräftige Unterstützung und manchmal auch kritisches Korrektiv.

Mein Dank gilt meinem Stellvertreter Pastor Klaus-Daniel Serke aus Bad
Salzdetfurth

Christian Castel:

Ich danke in gleicher Weise Pastor Müller für seinen intensiven und umfangreichen Einsatz im Kirchenkreis als mein Stellvertreter im Amtsbezirk Elze, vor allem aber für den Vorsitz im Finanz- und Planungsausschuss sowie die Mitwirkung im Kirchenkreisvorstand und im Gebäudemanagementausschuss.

Katharina Henking:

Nicht mehr wegzudenken aus den beiden Superintendenturen sind unsere unermüdlichen Ephoralsekretärinnen. Am meiner Seite Birgit Heuerding: Freundliche und nervenstarke Frontfrau in jeder Hinsicht.

Christian Castel:

Ganz herzlichen Dank auch an Claudia Coordes, die sich atemberaubend schnell in ihre neue Aufgabe eingearbeitet hat, mir eine große Hilfe und Unterstützung ist und zudem für eine freundliche, ja geradezu herzliche Atmosphäre in der Superintendentur sorgt, die (so habe ich mir sagen lassen) manchmal sogar durch Telefonkabel und Internetverbindungen kriechen kann. Liebe Frau Coordes herzliche Dank!

Damit wollen wir es genug sein lassen, wenngleich sicher noch manches anderes berichtenswert wäre. Aber wie heißt es beim rosaroten Panther so schön: Heute ist nicht alle Tage, wir berichten wieder - keine Frage.

Schließen möchte ich mit einem Blick auf den Lehrtext der heutigen Tageslosung aus dem Titus-Brief:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zu seinem Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Vieles haben wir berichtet, haben versucht, Ihnen einen Einblick in unser Tun zu geben, haben einzelne Gemeinden und Personen benannt und ihr Tun beschrieben. Da war viel zu spüren vom Eifer zu guten Werken. Wir haben einigen exemplarisch für andere gedankt. Das alles soll auch nicht zurückgenommen oder relativiert werden. Und doch ist es gut, dass uns der Titusbrief am Schluss daran erinnert, dass wir das alles nicht ohne das Zutun unseres Herrn Jesus Christus tun - und tun könnten. Er ist es, der uns dazu befähigt und uns zu seinem Volk gereinigt hat, das eifrig ist zu gutem Tun.

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!