Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger werden zu einem Chor

Nachricht Elze, 21. Mai 2015

„Chöre auf dem Königsweg“ in der Elzer Peter-und-Paul-Kirche

Elze. Chöre aus dem gesamten Kirchenkreis Hildesheimer-Land Alfeld und darüber hinaus kommen zusammen, bilden für einen Auftritt einen großen Chor – und jeder und jede kann mitmachen. Die Veranstaltung „Chöre auf dem Königsweg“ findet im Jubiläumsjahr von Stadt und Bistum Hildesheim unter dem Motto „Die Wurzeln des Christentums“ im Vorgängerort der Bistumsgründung, in Elze, statt. Denn hier hatte Karl der Große schon um das Jahr 780 ein Missionszentrum errichtet, von hier war Ludwig der Fromme der Legende nach ausgeritten, als ihm 815 eine wunderbar erblühte Rose den Standort der verlorenen Reliquie und damit des heutigen Hildesheimer Domes wies.

Schon zum 13. Mal findet seit 2009 das Sängertreffen „Chöre auf dem Königsweg“ statt, das jeweils verschiedene geschichtsträchtige Orte zwischen Leinebergland und Harz in den Mittelpunkt rückt. Am Sonntag, den 14. Juni, wird es die Peter-und-Paul-Kirche in Elze sein. Viele Chöre sind eingeladen. Gastgeber und Veranstalter ist die Elzer Kirchengemeinde. „Wir freuen uns, dass wir Gastgeber sind“, sagt Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer-Land Alfeld. Er und Kirchenkreiskantor Christoph Pannek mit dem Historiker Thomas Dahms erwarten mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Chöre erhielten im Vorfeld ein Notenheft mit einer überschaubaren Auswahl von Kirchen- und Volksliedern, so dass sich alle vorbereiten konnten. „Manche Chöre reisen geschlossen an, von manchen kommt nur ein Teil, aber es kommt auch vor, dass sich einzelne Sängerinnen und Sänger auf den Weg machen“, sagt Christoph Pannek. Die Chorsängerinnen und -sänger treffen sich bereits um 14 Uhr zur gemeinsamen Probe. Während dieser Probe schmiedet Kantor Pannek aus den vielen Stimmen einen großen Chor. Um 16 Uhr findet dann das einstündige Konzert in der Kirche statt. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Kirchenmusik in der Gemeinde Peter und Paul zugute.

„Schon die gemeinsame Probe ist ein Ereignis, das zweite Ereignis ist dann der gemeinsame Auftritt“, weiß Thomas Dahms. Gerade kleine Chöre hätten so einmal Gelegenheit, Teil eines stimmgewaltigen Ganzen zu sein. Aber auch das Publikum soll und darf mitsingen. „Wo Herr Pannek dabei ist, dauert es nur wenige Minuten, und alle singen mit“, ist sich Superintendent Castel sicher.

Ein weiteres „Bonbon“ ist die Teilnahme eines Gastchores aus Myanmar. Die Hildesheimer Blindenmission hat aus Anlass ihres 125-jährigen Bestehens sechs Chöre der von der HBM gegründeten Blindenschulen in Asien zu einer Konzertreise eingeladen. Die rund 15 Jugendlichen und Erwachsenen aus Myanmar werden während ihres zehntägigen Aufenthaltes im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Peter und Paul wohnen und beim Konzert „Chöre auf dem Königsweg“ dabei sein.

Das Besondere an „Chöre auf dem Königsweg“ ist diese einzigartige Verbindung von Musik und Wort. Die musikalischen Darbietungen wechseln mit kurzen Redebeiträgen des Historikers und Vorsitzenden des Heimatbundes im Landkreis Hildesheim Dr. Thomas Dahms. Er möchte damit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Publikum die Augen für die kulturgeschichtlichen Zeugnisse aus der Gründungszeit des Bistums öffnen, wie sie sich bis heute in der Region erhalten haben.

Zweiter Veranstaltungsort der „Chöre auf dem Königsweg“ in diesem Jahr ist die St.-Trinitatis-Kirche in Derenburg am Sonntag, 31. Mai.

Im Jahr 2016 steht das Programm unter dem Titel „Ein feste Burg“ und findet in Blankenburg und Hornburg statt. Im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 heißt es dann „Weltkultur verbindet“: Dann wird es ein Chortreffen am 28. Mai in der Marktkirche in Goslar geben und eines am 11. Juni im Fagus-Werk in Alfeld.