Mehr Platz für Geselligkeit im Alter

Nachricht Hoheneggelsen, 10. April 2015

Diakoniestation Hildesheimer Land ist in Hoheneggelsen umgezogen

Hoheneggelsen. Die Diakoniestation Hildesheimer Land hat ihre neuen Räume am Standort Hoheneggelsen zusammen mit vielen Gästen eingeweiht. Der Umzug von der Adenstedter Straße 4 zur Hauptstraße 88 bringt vor allem mehr Platz für alle: Für die Besucherinnen und Besucher des Memo-Cafés steht ein großzügiger, heller und freundlicher Aufenthaltsraum zur Verfügung, für die Pflegekräfte gibt es einen Mitarbeitendenraum, wo sie die Übergabe besprechen und an einem Schreibtisch die Dokumentationen erledigen können. Wer auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, kann sich in den neuen Räumen ohne Hindernisse bewegen. Und nicht zuletzt hat nun auch die Parkplatznot ein Ende. Immerhin sind die 27 Mitarbeitenden der Pflegeteams Söhlde und Schellerten mit 15 Fahrzeugen unterwegs, um pflegebedürftige Menschen zu Hause zu versorgen.

Das Memo-Café findet dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr statt. Es ist ein Tagestreff für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, aber auch für andere, die Geselligkeit und Beschäftigung suchen. Pflegende Angehörige werden dadurch entlastet. Sindy Mangel und Johanna Uza betreuen die Gäste zusammen mit Ehrenamtlichen. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen und sie werden bei Bedarf auch von zu Hause abgeholt. Da die Diakoniestation die neuen Räume alleine nutzt, wäre eine Ausweitung des Angebotes auf zusätzliche Nachmittage möglich, stellte Anneliese Heidrich, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation in der Trägerschaft des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, bei der Eröffnungsfeier in Aussicht.

Die Einschränkungen des Alters machten vielen Menschen Angst, sagte Superintendent Christian Castel, der zur Einweihung eine Andacht hielt. Doch der Rückblick auf eine gelungene Lebensleistung und Zufriedenheit mit dem Erreichten könne diese Lebensphase auch zu einer positiven Erfahrung machen. Der Glaube mache dies leichter, er müsse aber auch spürbar werden durch die Zuwendung von Menschen. Hier leisteten die Pflegekräfte hervorragenden Dienst. Sie brächten in ihre Arbeit „Fachwissen, Herz und Wärme“ ein, sagte auch Cordula Stepper, Geschäftsführerin der Diakoniestation.

Anneliese Heidrich ebenso wie die stellvertretende Pflegedienstleiterin Aneta Binczyk und die Söhlder Teamleiterin Silke Tobien dankten den Mitarbeitenden und den beteiligten Firmen für den reibungslosen Umzug. Die Patientinnen und Patienten seien währenddessen ohne Einschränkungen weiter versorgt worden, betonte Aneta Binczyk. Hans-Christian Drömann, Mitbegründer der Diakoniestation vor 35 Jahren und nun Vorstandsmitglied des Fördervereins, freute sich über die Entwicklung der Einrichtung: „Was ist das für ein Geschenk, was daraus geworden ist!“ Matthias Böning, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Hildesheim, dankte den Pflegekräften. Schließlich sei die hervorragende Qualität der Pflege ihnen zu verdanken.

Die stellvertretenden Bürgermeister Günter Pache und Stefan Lindinger gratulierten im Namen der Gemeinden Söhlde und Schellerten. Martin Lutter, Ortsbürgermeister von Hoheneggelsen, freute sich, dass die Anlaufstelle der Diakoniestation am Ort geblieben ist. Vom Kindergarten bis ins Alter sei die Kirche hier für die Menschen da. Er habe schon in der eigenen Familie gute Erfahrungen mit der Arbeit der Diakoniestation gemacht und wolle sich schon mal ein wenig „einschmeicheln“: „Vielleicht brauche ich Sie selbst so in 22 Jahren, dann rufe ich an.“

Die Diakoniestation Hildesheimer Land hat neben Hoheneggelsen eine weitere Anlaufstelle in Bockenem und ist mit rund 100 Mitarbeitenden in fünf Teams rund um Schellerten, Söhlde, Bockenem und Holle tätig.

Bilder:

Superintendent Christian Castel hielt zur Einweihung der neuen Räume eine Andacht.

Sie freuen sich über den gelungenen Umzug und mehr Platz für Gäste und Beschäftigte: Pflegedienstleiterin Anneliese Heidrich, die stellvertretende Pflegedienstleiterin Aneta Binczyk, Teamleiterin Silke Tobien, Superintendent Christian Castel, Cordula Stepper, Geschäftsführerin der Diakoniestation Hildesheimer Land, und die betriebswirtschaftliche Leiterin Sara Schoring.

In der Hauptstraße 88 hat die Diakoniestation Hildesheimer Land in Hoheneggelsen neue Räume gefunden. Das freut Cordula Stepper, Sara Schoring, Silke Tobien, Christian Castel, Aneta Binczyk, Hans-Christian Drömann und Anneliese Heidrich. Fotos: Barth