Mit dem Sommerkonzert „Klang der Kathedralen“ der Kirchenkreiskantorei am Sonntag, 21. Juni, um 18 Uhr in St. Nicolai Alfeld öffnet sich ein eindrucksvoller musikalischer Raum zwischen feierlicher Monumentalität und inniger Klangpoesie. Große geistliche Chor- und Orgelwerke der französischen und englischen Spätromantik entfalten an diesem Abend ihre ganze emotionale und klangliche Strahlkraft. Ein weiteres Mal wird das Konzert am Sonntag, 28. Juni, ebenfalls um 18 Uhr in St. Pankratius Bockenem aufgeführt. Bei beiden Aufführungen ist der Eintritt frei.
Im Mittelpunkt des Programms steht die Messe solennelle op. 16 von Louis Vierne, einem der bedeutendsten französischen Orgelkomponisten des frühen 20. Jahrhunderts. In der kraftvollen Verbindung von Chor und Orgel entsteht eine symphonische Klangfülle, die den majestätischen Klang der großen Kathedralen Frankreichs lebendig werden lässt – zugleich überwältigend und zutiefst berührend.
Einen stillen, kontemplativen Gegenpol bildet Gabriel Faurés berühmtes Cantique de Jean Racine. Mit seiner schlichten Schönheit und warmen Ausdruckskraft zählt es zu den beliebtesten geistlichen Chorwerken der französischen Romantik.
Auch die englische Chortradition erklingt in festlichem Glanz: Samuel Sebastian Wesleys jubelndes Blessed be the God and Father sowie Hubert Parrys prachtvolle Anthems I was glad und Jerusalem stehen exemplarisch für den würdevollen, strahlenden Klang der anglikanischen Chormusik. Feierlicher Lobpreis verbindet sich hier mit großer emotionaler Weite und klanglicher Eleganz.
„Klang der Kathedralen“ lädt ein zu einer musikalischen Reise durch weite Kirchenräume, leuchtende Klanglandschaften und große Emotionen – ein Sommerabend voller Licht, Tiefe und festlicher Chormusik.