Für ein gutes Klima in der Kirche

Nachricht Freden, 20. Januar 2026

Studierende der HAWK in Hildesheim forschen an Projekt in St. Laurentius Freden

Silke und Aline Faass (von links) sowie Dr. Martina Lambrecht freuen sich über das Forschungsprojekt der HAWK in St. Laurentius Freden. Foto: Thomas Schlenz

Freden/Hildesheim  – Wenn Aline und Silke Faass zusammen mit Dr. Martina Lambrecht über „ihre“ Kirche St. Laurentius in Klein Freden sprechen, kommen sie ins Schwärmen: Die Kirche habe sie in ihrem Leben immer begleitet, sie sei eine „Perle im Leinetal“, berichtet Silke Faass. Und doch gibt es ein Problem: Im Innenraum ist die Feuchtigkeit zu hoch und die historische Furtwängler-Orgel aus dem Jahr 1897 ist defekt. Für eine Sanierung sammelt die Kirchengemeinde bereits seit 2021 Spenden. Bereits grundlegend erneuert werden konnten das Dach der Kirche und der Turm.

Für eine erfolgreiche Restaurierung einer Orgel ist es essenziell, dass das Raumklima stimmt.

Wie lässt sich dieses in der Kirche analysieren und ggf. so verbessern, dass die Orgel saniert werden kann und der Kirchenraum für die Zukunft gut aufgestellt ist? Auch darum ging es bei einem Projekt, das Studierende von der Fakultät Bauen und Erhalten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in der St. Laurentius-Kirche Freden durchgeführt haben. In Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde widmeten sich die Studierenden unter anderem den bauklimatischen Besonderheiten der Kirche St. Laurentius, dem Thema Feuchtigkeit und Schimmel in historischen Gebäuden, der Erhaltung von Orgeln und Kulturgütern durch Raumklimatisierung sowie Lüftungskonzepten für historische Kirchen.

Von dem Projekt profitieren laut Aline Faass sowohl die Studierenden der HAWK, indem sie Forschungen für Qualifikationsarbeiten vornehmen konnten als auch die Kirchengemeinde selbst, die Anregungen nutzen könne, um die angedachte Sanierung vorzubereiten. Da andere Kirchen ähnliche bauliche Probleme hätten, könne aus ihrer Sicht die Untersuchung in Freden zu einem „Leuchtturm-Projekt“ werden, so Aline Faass. „Weil es keine Denkverbote gibt, können auch ganz ungewöhnliche Ideen entstehen“, betont sie.

Die Ergebnisse des Studierendenprojekts sollen bei einer Abschlusspräsentation am Donnerstag, 22. Januar, zwischen 9 und 10.30 Uhr in der HAWK in Hildesheim vorgestellt werden.

Von Thomas Schlenz