Pastorin Juliane Hillebrecht wird am 3. Mai in Deinsen ins Amt eingeführt

Nachricht Eime/Deinsen/Banteln, 23. April 2026

Mit Neugier und offenen Räumen für die Menschen

Eime/Deinsen/Banteln – Am 3. Mai um 15 Uhr wird Pastorin Juliane Hillebrecht in Deinsen offiziell in ihren Dienst im verbundenen Pfarramt der Gemeinden Eime, Deinsen und Banteln eingeführt – durch Superintendentin Franziska Albrecht. Für die 36-Jährige ist es ein bewusster Schritt hin zu mehr Nähe, zu direktem Kontakt mit Menschen und zu einem kirchlichen Arbeiten, das vom Zuhören und gemeinsamen Entdecken geprägt ist.

Geboren in Bad Reichenhall und aufgewachsen in Goslar, führte ihr Weg früh in soziale und pädagogische Bereiche: Nach dem Abitur 2009 absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinderkrippe. 2010 begann sie ihr Theologiestudium in Göttingen, später auch in Leipzig – eine Zeit, die sie nachhaltig prägte. Dort sammelte sie Erfahrungen in Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge und erkannte, wie konkret Kirche wirken kann: „Ich habe gemerkt, dass Kirche Gutes tut.“

Ihr Zugang zum Glauben ist dabei nicht missionarisch im klassischen Sinne. Vielmehr beschreibt sie ihn als persönliche Kraftquelle: „Ich bin durch das Evangelium gestärkt und gehe damit zu den Menschen hin.“ Im Mittelpunkt steht für sie stets die Begegnung – Gespräche, echtes Interesse, das gemeinsame Ringen um Antworten.

Nach dem Studium folgten das Vikariat in Uelzen sowie Stationen in der Citykirchenarbeit an der Marktkirche in Hannover und im Probedienst in Barnten-Rössing. Zuletzt arbeitete sie bis Anfang 2026 als Pastorin in Hannover, unter anderem an der Kreuzkirche. Besonders die Arbeit mit Kindern lag ihr dort am Herzen: Räume schaffen, Fragen zulassen, gemeinsam denken.

Trotz vieler spannender Erfahrungen in der Stadt wurde ihr klar, dass sie sich in einem ländlicheren Umfeld noch wohler fühlt. „Ich bin nicht so ein Stadtmensch, wie ich dachte.“ Nun zieht sie nach Betheln – gemeinsam mit ihrem Hund, einem Labrador-Münsterländer-Mischling, mit dem sie gerne in der Natur unterwegs ist.

In Eime, Deinsen und Banteln trifft sie auf lebendige Gemeinden, in denen sie sich von Anfang an willkommen fühlt. „Ich bin mit offenen Armen empfangen worden.“ Die engagierten Kirchenvorsteher:innen und die Offenheit der Menschen geben ihr ein gutes Gefühl für den Neubeginn.

Inhaltlich bringt Pastorin Hillebrecht klare Vorstellungen mit: Kirche soll ein Ort der Begegnung sein. Sie möchte Räume öffnen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. „Es geht nicht darum, Antworten vorzugeben, sondern Begegnungen zu ermöglichen.“ Dabei spielt auch der Kirchenraum selbst eine wichtige Rolle: „Kirchräume haben eine Seele.“ Die Vielfalt mit drei Kirchen und drei Kapellen vor Ort empfindet sie als besonderen Schatz.

Ihr Wunsch für die kommende Zeit ist es, anzukommen, zuzuhören und gemeinsam mit der Gemeinde neue Wege zu entdecken. Die Menschen lädt sie ausdrücklich ein, auf sie zuzugehen: Gespräche sind ihr wichtig – und jederzeit willkommen.

Der Einführungsgottesdienst am 3. Mai steht unter dem Wochenspruch aus Psalm 98: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ Passend dazu wird ein musikalischer, lebendiger Gottesdienst erwartet – ganz im Sinne einer Pastorin, die Kirche als offenen, lebendigen Ort versteht.