Elze - Beim Gottesdienst zum Himmelfahrtstag in der Elzer Peter und Paul Kirche hat Superintendentin Franziska Albrecht die Bedeutung von Erinnerung, Hoffnung und Zusammenhalt hervorgehoben. Gleichzeitig bildete der Gottesdienst die feierliche Eröffnung des Stadtfestes „200 Jahre Wiederaufbau in Elze“.
In ihrem Grußwort erinnerte Superintendentin Albrecht an den verheerenden Stadtbrand von 1824, bei dem große Teile Elzes zerstört wurden – auch die Kirche selbst. Hinter den historischen Zahlen stünden menschliche Schicksale: Familien, die alles verloren, Kinder, die ihre vertraute Umgebung nicht wiedererkannten, und Menschen, die nur retten konnten, was sie am Leib trugen.
„Das Beeindruckende an der Geschichte von Elze ist nicht, dass so viel zerstört wurde. Das Beeindruckende ist, dass Menschen danach wieder angefangen haben“, sagte Superintendentin Albrecht. Wiederaufbau beginne nicht mit dem ersten Stein, sondern mit dem Entschluss, einander nicht aufzugeben und gemeinsam Zukunft zu gestalten.
Elzes Pastor Dr. Jens-Arne Edelmann beschrieb den Wiederaufbau Elzes als eine mutmachende Geschichte. Es sei ein Tag zum Feiern und zum Danke sagen. Dabei verglich er die Freunde und Dankbarkeit der Jünger Jesu mit der Freude der Elze vor 200 Jahren über den gelungenen Wiederaufbau ihrer Stadt. Gott wache im Alltag über die Menschen, betonte Pastor Edelmann.
Historiker Martin Stöber sprach über die historischen Hintergründe der Stadt Elze seit dem großen Stadtbrand vor über 200 Jahren und erinnerte an die tiefen Einschnitte, die das Feuer für die Menschen und die Entwicklung der Stadt bedeutete.
Noch bis zum 8. Oktober kann in der Peter und Paul Kirche Elze eine Ausstellung über den Wiederaufbau der Stadt besichtigt werden, welche die Kirchengemeinde unter anderem zusammen mit dem Elzer Geschichtsverein erstellt hat. Die Ausstellung ist geöffnet vor und nach den Gottesdiensten, die jeden Sonntag um 10 Uhr stattfinden. Weitere Öffnungszeiten sind: 27. Mai, 18 bis 19 Uhr; 9. Juni, 18-19 Uhr; 25. Juni, 17 bis 19 Uhr (Feierabendmarkt); 13. August, 17 bis 19 Uhr (Feierabendmarkt); 20. August im Rahmen der Ortsführung 200 Jahre Wiederaufbau, Beginn: 18 Uhr, Treffpunkt Brandstraße, Ecke Hauptstraße, 5. September, 17 bis 18 Uhr, 23. September, 18-19 Uhr. Am 8. Oktober gibt es bei einer Schlussandacht die letzte Gelegenheit zur Besichtigung.