Rheden. Draußen in der Natur unterwegs sein, mit Pfeil- und Bogen schießen, im Team Abenteuer bestehen: Darum ging es in der vergangenen Woche (7. bis 11. Juli) beim Live-Rollenspiel LARP (Live Association Role Participation) in Rheden.
Die Teilnehmenden können im Rahmen einer Rolle, welche die eigene Spielfigur und ihre Eigenschaften und Möglichkeiten beschreibt, frei improvisieren.
24 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus der Region schlüpften dabei in die Rollen der Freunde von Roman-Figur „Robin Hood“. Dabei halfen die Gefährten den armen Menschen, stahlen Geld zurück, von dem sie fanden, dass es den Dorfbewohnern zu Unrecht abgenommen worden war, befreiten Gefangene und trieben ihre Späße mit dem König, dem Sheriff und so manchem Adeligen. Und dann gab es da noch die schöne Mary Anne, leider selbst eine Adelige, in die sich Robin aber unsterblich verliebt hatte.
Die Woche im Rahmen der „Ferien vor Ort“ des Kinderkreisjugenddienstes (KKJD) leitete Diakonin Renata Friede bereits im neunten Jahr in Folge, immer in den großen Ferien. „Die Kinder können an der frischen Luft schöne Erfahrungen sammeln und werden auch an das Thema Kirche herangeführt. Schließlich stellen sie die Hochzeit von Robin Hood in der Kirche nach“, erklärt Friede. Einige Kinder seien nicht zum ersten Mal mit dabei. „Ab 13 Jahren bekommen sie dann eine feste Rolle und unterstützen mich bei der Umsetzung“, so Friede weiter.
Zwei dieser Rollen übernehmen in diesem Jahr der 23-jährige Paul Friedrich, der „Robin Hood“ spielt und die 17-jährige Doretha Friede, die seinen Mitstreiter „Little John“ mimt. „Es ist schön, zu sehen, wie viel Spaß die Kinder in der Ferienwoche haben“, sagt sie. Es gebe zwar einen vorher geplanten Ablauf, allerdings sei dieser den Kindern nicht im Detail bekannt, sodass es für sie jeden Tag etwas Überraschendes zu entdecken gebe. „Das Live-Rollenspiel dauert immer bis mittags, danach haben die Kinder Zeit zum freien Spiel und zum Kreativsein“, erklärt Doretha Friede. Auch im kommenden Jahr soll das Projekt wieder in den Sommerferien stattfinden.
Von Thomas Schlenz