Alfeld/Kirchenkreis - Warmes Licht erfüllt das Kirchenschiff der St. Nicolai-Kirche in Alfeld. Dazu leuchten kleine Lichter – von den Teilnehmenden an ihren Lieblingsorten abgestellt. Brot und Saft stehen am Altar bereit, am Taufbecken können die Besucher:innen ein Wasserkreuz auf ihre Hand zeichnen. Auf der Orgelempore warten Papierflieger darauf, mit eigenen Träumen beschriftet auf die Reise geschickt zu werden.
Es ist ein besonderer Gottesdienst, der Lehrerinnen und Lehrer für das neue Schuljahr stärken möchte. Und es ist ein Gottesdienst, der zugleich nach vorne blickt: auf die Zukunft von Kirche und Schule, auf die Träume junger Menschen und auf zehn Jahre Religionspädagogische Arbeitsgemeinschaft (RPAG).
Organisiert wurde das besondere Gottesdienstformat von Schulpastor Prof. Dr. Matthias Günther, Koordinator der RPAG. Er begrüßte die zahlreichen Lehrer:innen und Gäste. Seit zehn Jahren gestaltet Prof. Dr. Günther gemeinsam mit den Mitgliedern der RPAG die Verbindung von Kirche und Schule aktiv mit – in diesem Jahr mit einem Gottesdienst, der gleich zwei besondere Anlässe miteinander verband: das zehnjährige Bestehen der RPAG und den Auftakt zum neuen Schulwettbewerb „Kirchen(T)räume“.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die Ideen und Visionen von Schüler:innen. In Gruppen können sie ihre Vorstellung davon entwickeln, wie Kirche sein könnte, und diese kreativ gestalten. Auf die besten Beiträge warten Preise. „Kirchen(T)räume“ lädt dazu ein, Kirche nicht nur kennenzulernen, sondern sie selbst zu denken und mitzugestalten.
Auch der Gottesdienst griff diese Idee auf. An vier sogenannten Kraftorten konnten die Teilnehmenden innehalten und Stärkung für ihren Alltag erfahren. Am Altar gab es Brot und Saft. Am Taufbecken konnten sie mit Wasser ein Kreuz auf ihre Hand zeichnen. Superintendent André Dittmann hielt motivierende Bibelworte bereit, die anschließend von der Kanzel laut gelesen werden konnten. Auf der Orgelempore stand die Frage im Mittelpunkt, „wie Träume fliegen lernen“. Die Lehrer:innen schrieben ihre Wünsche und Visionen auf Papierflieger und verliehen ihnen buchstäblich Flügel.
„Kinder brauchen Menschen, die zuhören und auf sie achten. Menschen, die sich engagieren“, sagte Superintendent André Dittmann in seiner Predigt und würdigte damit die Arbeit der Lehrkräfte. Gerade zu Beginn eines neuen Schuljahres brauche es Menschen, die Kindern und Jugendlichen Orientierung, Aufmerksamkeit und Ermutigung geben.