Elze - Gemeinschaft erleben, Ausgrenzung erkennen und Demokratie stärken – darum geht es in einem Workshop des Kirchenkreisjugenddienstes im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und findet am Samstag, 5. September, von 10 bis 15 Uhr im Gemeindehaus Elze statt.
Ob in der Schule, im Freundeskreis, im Sportverein oder in den sozialen Medien – jeder Mensch möchte dazugehören. Gleichzeitig wird in der Gesellschaft zunehmend darüber diskutiert, wer „dazugehört“ und wer nicht. Populismus, Hass im Internet und Ausgrenzung prägen viele Debatten. Der Workshop lädt Jugendliche dazu ein, diese Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und über den Wert einer offenen, demokratischen Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Ausgangspunkt ist die Geschichte der Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln. An diesem historischen Beispiel erfahren die Teilnehmenden, wie die Nationalsozialisten Gemeinschaft gezielt inszenierten und gleichzeitig Millionen Menschen ausgrenzten, entrechteten und verfolgten.
Von dort aus richtet sich der Blick auf aktuelle Fragen: Was bedeutet Gemeinschaft heute? Warum sind Zugehörigkeit und Identität für Menschen so wichtig? Wo beginnt Ausgrenzung? Und welche Verantwortung trägt jede und jeder Einzelne für das Zusammenleben in einer Demokratie?
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht trockene Geschichtsvermittlung, sondern der Austausch, die Meinungen der Jugendlichen und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Themen, die ihren Alltag betreffen.
Der Teilnahmebeitrag beträgt fünf Euro. Der Workshop findet in Kooperation mit dem Dokumentations- und Lernort Bückeberg bei Hameln statt.
Weitere Informationen gibt es bei Diakon Frank Rüffer unter Telefon 05067 2490509. Anmeldungen sind online möglich unter www.formulare-e.de/f/du-gehorst-dazu