Pastorin Judith Montowski von Superintendent André Dittmann ins Amt eingeführt

Nachricht Hackenstedt, 17. September 2026

"Wir leben sehr gerne hier"

Hackenstedt - Bläsercorps, Feuerwehr und zahlreiche Gäste aus Hackenstedt und den umliegenden Dörfern waren bei bestem Wetter in den liebevoll dekorierten Kirchgarten gekommen, um die Einführung „ihrer“ Pastorin Judith Montowski mitzufeiern.

Pastorin Montowski ist in der Region längst keine Unbekannte mehr. Nach ihrem Studium und dem Vikariat in Baden-Württemberg absolvierte sie bereits ihren Probedienst in den Kirchengemeinden Hackenstedt, Sottrum, Sillium und Heersum. Inzwischen ist sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Alter von drei, sieben und neun Jahren angekommen – und möchte bleiben.

„Wir leben sehr gerne hier. Viele Kontakte und Freundschaften konnten wir in dieser Zeit schließen. Das ist großartig, dass ihr uns hier mit so offenen Armen willkommen geheißen habt. Dafür sind wir dankbar“, betonte die 35-Jährige in ihrer Predigt.

Gemeinsam mit den Kirchenvorständen habe sie in den vergangenen Jahren vieles ausprobiert, manches verändert und an anderer Stelle auch festgestellt: „Das funktioniert so nicht mehr.“ Denn die Gesellschaft verändere sich – und damit auch die Kirche, so Montowski. Dennoch gebe es immer wieder „Oasen der Begegnung mit Gott“.

Als Beispiele nannte sie ein Tauffest am Borbach, die Astrid-Lindgren-Gottesdienste und verschiedene Aktionen in den Dörfern, bei denen die Kirche nach wie vor gerne eingebunden werde. Häufig seien es Ehrenamtliche, die eigenständig ganze Gottesdienstformate auf die Beine stellten. Gerade in politisch bewegten Zeiten brauche Kirche deshalb Mut und Haltung, betonte die Pastorin.

Superintendent André Dittmann, der die Einführung vornahm, würdigte Montowskis Arbeit in den Kirchengemeinden. Er erlebe sie als einen Menschen, der sich in der Beziehung zu Gott getragen fühle und im Glauben Orientierung finde. Zugleich erkenne und spüre sie Gottes Begleitung auch in den Brüchigkeiten des Lebens und sehe und feiere in den starken und großen Momenten Gottes Kraft zum Guten.

Auf den unterhaltsamen und zugleich bewegenden Gottesdienst folgten zahlreiche Grußworte. Zu den Gratulanten gehörten unter anderem Prädikant und Kirchenvorstandsmitglied Mathias Klein, Kirchenvorstandsmitglied Achim Lindenberg, Vertreterinnen des Kirchenchors, Bürgermeister und Ortsbürgermeister:innen sowie die Freiwillige Feuerwehr und Vereinsvertreter:innen. Auch die Pastorenkolleg:innen Alexandra Pook und Tetje Limmer meldeten sich zu Wort. Pastor Limmer brachte die Stimmung schließlich kurz und herzlich auf den Punkt: „Ich bin froh, dass du da bist.“

Für die musikalische Begleitung sorgten das Bläsercorps Hackenstedt unter der Leitung von Moritz von Biedersee und Hans-Henning Bleckmann am Keyboard sowie ein eigens zusammengestellter Projektchor. Der sorgte mit augenzwinkernden Zeilen wie „Wir helfen dir, auch wenn Superintendentur oder Kirchenvorstand dich plagen“ für Lacher bei den Gästen – und auch bei Superintendent Dittmann.