Pastorin Judith Montowski wird am 12. September in Hackenstedt eingeführt

Nachricht Kirchenkreis, 03. September 2026

Hackenstedt - Seit ihrer Ordination vor drei Jahren hat sich viel getan: Damals kam Judith Montowski als junge Pastorin in den Kirchengemeindeverband Holle. Am 12. September wird sie in der Kirche in Hackenstedt offiziell als Pastorin eingeführt – an dem Ort, an dem sie künftig noch stärker verwurzelt sein wird.

„Ich mag die Vielfalt meiner Arbeit sehr“, sagt die 35-Jährige, die in Rendsburg geboren ist, in Baden-Württemberg Theologie studiert und ihr Vikariat absolviert hat.

Ihr Arbeitsalltag in der Kirchengemeinde sei sehr facettenreich, berichtet Pastorin Montowski. Aus dem Probedienst hat sich ein Berufsalltag entwickelt, in dem die Begegnung im Mittelpunkt steht. „Ich mag es, mit anderen Menschen Ideen für unsere Kirchengemeinden (-region) zu verwirklichen, die Begegnung untereinander und mit Kirche und dem eigenen Glauben ermöglichen.“ Besonders schätzt sie die Möglichkeit, Menschen an den verschiedenen Schwellen ihres Lebens zu begleiten. Dafür brauche es vor allem Zeit zum Zuhören.

Dass Menschen ihr als Pastorin Dinge anvertrauten, die sie sonst vielleicht niemandem erzählen würden und sie einfach sich die Zeit nehmen darf da zu sein und zu zuhören, empfinde sie als ein Privileg.

Besonders geht ihr Herz bei Veranstaltungen mit Familien und Kindern auf. Das passt auch zu ihrer eigenen Lebensphase: Pastorin Judith Montowski ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von drei, sieben und neun Jahren. In den Kirchengemeinden gehören Schulgottesdienste, die ökumenisch gefeiert werden, ebenso zu ihren Aufgaben wie Veranstaltungen für Familien.

Dabei erlebt sie eine engagierte Gemeinschaft: Mit den Teams aus Kindergottesdienst und Kinderkirche arbeite sie gerne zusammen. Ideen werden gemeinsam entwickelt, aufgegriffen, weitergesponnen. So zum Beispiel bei der Aktion „Spaghetti und Spiele“ im Rahmen des vergangenen Wärmewinters, als sich Jung und Alt zum Essen, Klönen und Spielen im vollen Dorfgemeinschaftshaus trafen.

Auch die Kirchenvorstandsarbeit erlebe sie als sehr bereichernd. Mit ihren Kirchenvorständen habe sie bereits verschiedene Projekte auf den Weg gebracht – etwa Astrid-Lindgren-Gottesdienste mit anschließendem Beisammensein oder ein Tauffest an einem kleinen Bach im Ort, bei dem das ganze Dorf beteiligt war. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wären diese Ideen nicht umsetzbar. Generell sieht sie die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen als einen wichtigen Teil ihrer Arbeit an. Es gehe ihr darum, gemeinsam Kirche zu gestalten und neue Ideen auszuprobieren.

Mit ihrem Pastorenkollegen Tetje Limmer, der die andere Pfarrstelle im Kirchengemeindeverband Holle innehat, arbeitet sie an innovativen und alternativen Angeboten und Gottesdienstformaten wie die Reihe „Auf zu neuen Ufern“, die insbesondere Menschen zwischen 20 und 50 Jahren in den Fokus nimmt.

Drei Jahre nach ihrem Start ist aus dem Wunsch, „mittendrin“ zu leben, Realität geworden. Die Arbeit führt sie durch zwei Kirchengemeinden und vier Orte (Hackenstedt, Sottrum-Sillium sowie Heersum), zu Gottesdiensten, Sitzungen, Familienveranstaltungen und ganz persönlichen Gesprächen, aber auch durch den gesamten Kirchengemeindeverband Holle. In ihrer Freizeit treibt Pastorin Montowski gern Sport: Sie trifft sich je nach Terminen mehrmals die Woche  mit Frauen aus dem Ort zum gemeinsamen Kraft- und Fitnesstraining, fährt Rennrad, liest gerne und mag Familienzeiten.

Am Samstag, 12. September, um 15 Uhr wird sie von Superintendent André Dittmann nun auch offiziell ins Amt eingeführt – als Pastorin auf Lebenszeit. Was vor drei Jahren mit der Ordination begann, findet damit einen neuen Abschnitt: Judith Montowski ist inzwischen fest verwurzelt in Hackenstedt – und weiterhin neugierig darauf, was Kirche gemeinsam mit den Menschen vor Ort sein kann.

Thomas Schlenz