Alfeld - Mit dem Oratorium "Die letzten Dinge" präsentiert die Kirchenkreiskantorei Hildesheimer Land – Alfeld am Sonntag, 8. November um 17 Uhr in der Kirche St. Nicolai eines der bedeutendsten geistlichen Chorwerke der deutschen Romantik.
Louis Spohr (1784 – 1859), der zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit zählte, schuf das Werk in den Jahren 1825 und 1826. Bereits kurz nach seiner Uraufführung wurde es zu einem außergewöhnlichen Erfolg und verbreitete sich rasch über Deutschland hinaus. Zahlreiche Aufführungen in England und auf dem europäischen Kontinent machten das Oratorium zu einem der meistgespielten geistlichen Werke des 19. Jahrhunderts.
Die Textvorlage basiert auf der Offenbarung des Johannes und entfaltet in eindrucksvollen Bildern die großen Themen des christlichen Glaubens: das Ende der Welt, das Jüngste Gericht, die Auferstehung und die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Spohr verbindet dabei die Ausdruckskraft der romantischen Tonsprache mit den großen Traditionen des Oratoriums. Kraftvolle Chöre wechseln sich mit lyrischen Soloszenen und fein ausgearbeiteten Ensembles ab. Das Orchester begleitet nicht nur, sondern gestaltet die dramatischen und poetischen Bilder der Offenbarung mit großer Farbigkeit und Ausdruckskraft.
Auch zweihundert Jahre nach seiner Entstehung hat "Die letzten Dinge" nichts von seiner Wirkung verloren. Die Fragen nach Endlichkeit, Hoffnung und einer Zukunft über das Sichtbare hinaus bewegen Menschen bis heute.
Neben der Kirchenkreiskantorei Hildesheimer Land – Alfeld unter der Leitung von Kreiskantor Tobias Langwisch wirken die HansePhilharmonie Hamburg sowie die Solistinnen Kerstin Dietl (Sopran), Nina Böhlke (Alt) und Solisten Wolfgang Klose (Tenor) und Julian Redlin (Bass) mit.
Karten zum Preis von 25 und 10 Euro sind erhältlich über die Kulturvereinigung Alfeld oder an der Abendkasse ab 16 Uhr.